Archiv für 2010

Neujahrswünsche

Der Vorstand des Regionalverband Segeln Südniedersachsen (RVSSN) wünscht allen

                    Segelvereinen und Segelabteilungen in der Region

                                                Südniedersachsen

ein gutes Neues Jahr, Gesundheit, Glück und Erfolg für 2011

Für den Vorstand

Wolfgang Stenz, 1. Vorsitzender

Südniedersächsische Jugendpokal 2010

Südniedersächsische Jugend zeigte hervorragenden Segelsport beim Regattawochenende am 29./30.5. auf der Odertalsperre

Nach der langen Winterpause stand die Odertalsperre am vergangenen Wochenende endlich wieder ganz im Zeichen des Segelsports.

Der Segelclub Bad Lauterberg e. V. richtete am Samstag, den 29. Mai die Regatta um den „Pokal der widrigen Winde“ und am Sonntag, den 30. Mai die Regatta um den SCBL – Vereinspokal aus. Die Wettfahrten waren offen für alle Klassen und wurden deshalb nach dem DSV-Punktesystem in Verbindung mit Yardstick gewertet. Hiermit wird das Handicap der verschiedenen Bootsklassen verrechnet. Beide Regatten bildeten gleichzeitig die Wettfahrten zum Südniedersächsischen Jugendpokal des Regionalverbands Segeln Südniedersachsen (RVSSN), den der Segelclub Bad Lauterberg e. V. ausrichten durfte. An diesen Wettbewerb konnten Jugendliche bis zu einem Alter von 19 Jahren teilnehmen. Und so fanden sich zusätzlich zu einer Jugendmannschaft vom SCBL gleich 5 auswärtige Jugendmannschaften von der Segler-Vereinigung Seeburger See e. V. (SVSS) ein. Zusätzlich meldete sich ein Segler vom Northeimer Segelclub e. V. (NSC) zur Regatta am Samstag an. Vom SCBL ging nach dem Einstieg von Torben Koch und Eric Bellstedt beim Förderverein für den 505er beim SVSS die Jugendmannschaft mit Steuermann Jan-Niklas Weder und Hendrik Fröhlich an beiden Tagen auf dem 420er an den Start.

Bei herrlichem Sonnenschein wurde am Samstag um 12:00 Uhr pünktlich die Startflagge niedergeholt. Insgesamt 13 Teams mit z. T. sehr unterschiedlichen Booten gingen auf die erste Wettfahrt auf dem Oder-Stausee vor der schönen Kulisse des grünen Harzgebirges. Von der kleinen Einmann-Jolle bis zur richtigen Yacht waren alle Klassen vertreten. Bei südwestlichem Wind mit wechselnden Windstärken von 1 bis 3 Beaufort legten sich alle Mannschaften ordentlich ins Zeug. Gekonnt worden die Segel eingestellt. Auf Vorwindkursen setzten viele Teams die großen bunten Spinnaker-Segel ein. Dabei behielten die Mannschaften stets den Überblick über die vielen auf den Booten verteilten Leinen. In der zweiten Wettfahrt wurde der Wind etwas schwächer, aber die Bedingungen waren für die Boote immer noch ausreichend. Dieses änderte sich erst im Verlauf der dritten Wettfahrt. Noch nach Westen gestartet sah sich das Regattafeld plötzlich mit drehenden Winden konfrontiert. Hierfür ist die Talsperre unter Seglern bekannt und einige Teams wurden mächtig überrascht. Und so kam das gesamte Regattafeld wieder ordentlich durcheinander. Die Bedingungen wurden zunehmend schwieriger, bis der drehende Wind fast vollkommen einschlief. Noch bevor sich die Boote mit nur noch langsamer Fahrt zum ersten Male der Start-Ziel-Linie näherten, entschied das Team der Regattaleitung um Sportwartin Hella Koch auf Bahnverkürzung. Hierfür zeigten sich alle Teams dankbar.

Nach einem spannend verlaufenen Wettfahrttag saßen dann Seger und Helfer bei Gegrilltem zusammen, während die Regattaleitung die Auswertung vornahm. Der erste Vorsitzende Maik Knappe betonte in seiner Ansprache, dass der „Pokal der widrigen Winde“ seinem Namen wieder mehr als gerecht wurde. Den an diesem Renntag ausgesegelten Preis konnte er dem von Anfang an stets auch optisch in Führung liegenden NSC-Segler Ulrich Köneke auf seiner O-Jolle überreichen. Auf Platz zwei folgte die SCBL-FAM des Routiniers Dieter Koch mit seinem Vorschoter Luke Sinclair. Auf den dritten Platz kamen Torben Koch und Eric Bellstedt auf dem 505er (SVSS). Platz vier erreichte das im Verlauf des Renntages immer besser agierende Team des SVSS-420ers der Steuerfrau Jana Hilliges mit Vorschoter Michel Wiedecke. Auf Platz fünf folgte der 16er Jollenkreuzer von Gernot und Wiebke Koch (SCBL). Mit einer tollen Leistung lenkte der junge Steuermann Jan-Niklas Weder zusammen mit seinem Vorschoter Hendrik Fröhlich den SCBL-420er Karlchen auf den sechsten Platz. Platz sieben belegte Steuermann Rudi Speit mit Vorschoter Nabil Peix (FAM, SCBL). Platz 8 und 9 erreichten die jungen SVSS-Teams Emanúel von Cramon/Jan Riedel und Oliver Klein/Martin Schmidt (jeweils Teeny, SVSS). Michael und Christa Fröhlich (SCBL) steuerten ihre Fokus-Yacht auf Platz 10, Rainer und Sarah-Fee Stasiak (SCBL) ersegelten auf ihrer FAM den 11. Platz. Platz 12 erreichten Mark Riedel und Vorschoter Lennart Dienst vom SVSS auf der Teeny-Jolle. Neil Sinclair (SCBL) belegte auf seinem Topaz Uno den 13. Platz.

Bereits am Samstag war schon klar, dass der für den kommenden Tag folgende Pokal um den SCBL-Vereinsmeister und die Läufe 4 und 5 zum Südniedersächsischen Jugendpokal ein schwieriges Unterfangen werden würden. Für Sonntag war Dauerregen bei dafür aber auffrischendem Wind vorausgesagt. Und so schmolz das Regattafeld dann leider auf nur noch 8 Boote zusammen. Gänzlich ungerührt hiervon gingen die 6 Jugendteams wieder an den Start. Bei tatsächlich eher wechselndem Wind mit 2 Windstärken aus West und durch Neoprenanzüge vor den gröbsten Wetterunbilden geschützt beeindruckten die Jugendteams auch an diesem Tag wieder mit tollen seglerischen Leistungen. Auch der einsetzende Regen konnte die Segler wenig beeindrucken. Beim Start zum zweiten Rennen ließ mit dem Regen nun leider auch der Wind nach. Bei zum Teil spiegelglatten See war es erstaunlich, wie die Crews jeden kleinsten Hauch mit den Segeln in Vortrieb umsetzten. Nur sehr langsam bewegten sich die Boote weiter. Abermals entschied die Regattaleitung folgerichtig auf Bahnverkürzung. Sehr zum Leidwesen der schnelleren Boote mit kleinem Handicap setzte nach deren Zieldurchlauf der Wind wieder ein und so wurde die Ergebnisliste vom Wind nochmals neu geordnet.

Nach zwei Durchgängen lagen Steuerfrau Jana Hilliges mit Vorschoter Michel Wiedecke (SVSS) auf ihrem 420er vorne. Und so konnten diese den SCBL-Vereinspokal verdient entgegennehmen. Den zweiten Platz erreichten Steuermann Jens Gebhardt und Vorschoter Maik Knappe auf der Sportina 680 (SCBL). Den dritten Platz ersegelten Steuermann Oliver Klein und Vorschoter Martin Schmidt (SVSS) auf ihrem Teeny. Platz vier erreichten Steuermann Emanúel von Cramon und Vorschoter Jan Riedel (SVSS) ebenfalls auf Teeny. Es folgten auf Platz fünf Torben Koch und Eric Bellstedt auf dem 505er (SVSS), auf Platz sechs Mark Riedel und Lennart Dienst auf ihrem Teeny (SVSS), auf Platz sieben Jan-Niklas Weder und Hendrik Fröhlich auf dem zweiten 420er (SCBL) und auf Platz acht Rudi Speit und Gerald Riedel (SCBL/SVSS) auf der FAM.

Spannend wurde es dann bei Verkündung der Endergebnisse für den Südniedersächsischen Jugendpokal. Nach insgesamt fünf Durchgängen wurden Steuerfrau Jana Hilliges und Vorschoter Michel Wiedecke (SVSS) auf dem 420er auch hier Pokalsieger. Torben Koch und Eric Bellstedt erlangten Rang zwei (505er, SVSS). Es folgten auf Rang drei Oliver Klein und Martin Schmidt und auf Rang vier die punktgleichen Emanúel von Cramon und Jan Riedel (jeweils Teeny, SVSS), auf Rang fünf Jan-Niklas Weder und Hendrik Fröhlich (420er, SCBL) und auf Rang sechs  Mark Riedel und Lennart Dienst (Teeny, SVSS).

Nach der Siegerehrung wurde noch einige Zeit bei Gegrilltem beisammengesessen. Und trotz des Regens am zweiten Tag gelang eine interessante Sportveranstaltung. Besonders die Jugendmannschaften beeindruckten sehr mit Ihrem können. So manches Talent segelte an diesem Wochenende auf der Odertalsperre im Harz. Dank gilt allen Seglern, der Regattaleitung, allen Helfern vom SCBL und auch der Campinggemeinschaft Glockental. Sie alle haben zu einem reibungslos gelungenen Wettfahrtwochenende beigetragen.

Segelclub Bad Lauterberg e. V. Jens Gebhardt

 

Bild 01: 13 Boote starten zum Pokal der widrigen Winde

Bild 02: Der Teeny von Oliver Klein und Martin Schmidt (SVSS) ist der FAM von Dieter Koch und Luke Sinclair (SCBL) dicht auf den Fersen

Bild 03: Der 420er von Jana Hilliges und Michel Wiedecke (SVSS) mit Spinnaker vor dem Wind

Bild 04: Die FAM von Rudi Speit und Nabil Peix (SCBL) hat vor dem Teeny von Oliver Klein und Martin Schmidt (SVSS) das Nachsehen

Bild 06: Der 420er von Jan-Niklas Weder und Hendrik Fröhlich (SCBL) überholt die Fokus von Michael und Christa Fröhlich (SCBL)

Bild 09: Siegerehrung am ersten Wettfahrttag (v. l. n. r.):

Dieter Koch (2er Platz, FAM, SCBL), Hella Koch (Sportwartin SCBL), Maik Knappe (1. Vorsitzender SCBL), Torben Koch (3er Platz, 505er, SVSS), Hendrik Fröhlich (Vorschoter 420er, SCBL), Eric Bellstedt (3er Platz, 505er, SVSS)

Bild 10: Siegerehrung am zweiten Wettfahrttag (v. l. n. r.):

Michel Wiedecke (Sieger SCBL-Vereinspokal und Jugendpokal, 420er, SVSS), Maik Knappe (2er Platz Vereinspokal, Sportina, SCBL), Jana Hilliges (Sieger SCBL-Vereinspokal und Jugendpokal, 420er, SVSS), Jens Gebhardt (2er Platz Vereinspokal, Sportina, SCBL), Torben Koch (2.er Platz Jugendpokal, 505er, SVSS), Martin Schmidt (je 3.er Platz Jugendpokal Vereinspokal, Teeny, SVSS), Eric Bellstedt (2.er Platz Jugendpokal, 505er, SVSS), Oliver Klein (je 3.er Platz Jugendpokal Vereinspokal, Teeny, SVSS)

Alle Fotos: SCBL, J. Gebhardt, G. Tetzlaff


420er Training in Bremen

Eine Mini-Zusammenfassung zum 420er Training in Bremen Hemelingen:  

 Es war spitzenmäßig!  

Am Wochenende  haben wir mal wieder ein Starkwindtraining absolviert.

In zwei Gruppen wurden insgesamt 11 (!!!) 420er Teams trainiert – so viele Teams/Kinder haben wir bisher noch nie zu zweit in Bremen trainiert und hatten im Vorfeld einige Bedenken, wie das mit so einer großen Gruppe, aus der wir einige Teams nicht kannten, funktioniert.

Die Fortgeschrittenen mit Lara/Viola (Bremen), Benita/Antonia (SVBS), Jakob/Christian (SVBS), Paul/Daniel (SVBS) und Mareke/Lino (Bremen) hat Hauke übernommen und ein knackiges Manöver-, Start, und Strömungstraining auf höherem Niveau mit denen veranstaltet.

Ich  habe mit Richard/Tobias (SVBS), Berit/Malin (SVBS), Pascal/Janis (TVDN), Nils/Verena (TVDN), Jesper/Milan (Stade/TVDN), Oskar/Sophia (Bremen)  am ersten Tag Spi setzen/bergen bei Power-Böen auf dem See und am Sonntag Starten, Kreuzen, lange Spischläge und Strömungssegeln auf der Weser trainiert. Auch wenn es in meiner Gruppe am Samstag für zwei Mannschaften ein furioses Kenter- und U-Boottraining gab und einige (brandneue!) Spibäume den Seegrund schmückten, haben die Kinder prima mitgemacht. :-)))   

Am Freitagabend gab es von Hauke eine Gruppenarbeit zur Strömungstheorie plus Revierkunde, Samstag gab es ein gemeinsames Wetterbriefing und anschließend die Vor- und Nachbesprechungen mit individuellem Feedback in den beiden Gruppen. Abends habe ich eine Wettereinheit zur Entstehung von Hoch- und Tiefdruckgebieten (Globale Windsysteme/ Corioliskraft) sowie die Auswirkung auf die Taktik gemacht. 

Am Sonntagnachmittag wurde gemeinsam eine Regatta mit zwei Läufen gesegelt, bei der alle zeigen konnten, was sie gelernt haben. Für die Regatta am nächsten Wochenende sind die Kinder gut vorbereitet.

Dieses Training war mit Abstand das entspanntest – alle waren immer pünktlich bei den Besprechungen – auch beim Frühsport!!!! und sind gesammelt aufs Wasser gegangen, haben vorbildlich bei der Theorie und Vorbesprechung zugehört und auf dem Wasser umgesetzt was wir gesagt haben – Hauke und ich waren schwer beeindruckt von der Gruppe!!! 

Abgesehen davon ist es immer wieder toll zu sehen, wie viel die Kinder an so einem Trainingswochenende lernen und wie sicher die Teams bei so anspruchsvollen Bedingungen inzwischen segeln. 

Den Kindern hat es – dem Feedback und den glänzenden Augen zu Folge – super gefallen und ich habe zukünftig vermutlich zwei Boote mehr im Training –  die Teams vom TVDN haben gefragt, ob sie mal bei mir mittrainieren könnten – klar! Denn auch auf dem Südsee kann man Spisegeln lernen.

Die Unterbringung, Herzlichkeit vor Ort, die Versorgung – alles war wie immer einfach toll.  An dieser Stelle geht ein riesiges Dankeschön an Gesa und Peter Lutzen, die Groß und Klein in ihre Arme schließen und immer für eine perfekte Versorgung sorgen. Auch die Begleiter auf den Motorbooten – Jörn und Christian – waren klasse. Bei dem Wind und generell waren die beiden einfach unverzichtbar!

So, jetzt heißt es Daumendrücken für die Regatta am kommenden Wochenende!

Chrissi (SVBS)

Teenytraining

Vereinsübergreifendes Teenytraining im RVSSN

Mittlerweile schon fest im Jahresplan etabliert ist der Lehrgang für Teenyeinsteiger auf dem Northeimer Freizeitsee Montag/ Dienstag in der letzten Ferienwoche. Hier wird jungen Teeny-Seglern das Handwerkzeug  zur Teilnahme an der 1. Regatta gegeben.

Schnell waren die Spimanöver erklärt und sofort ging es aufs Wasser zum Üben. Dort setzten die Mannschaften, teilweise zum 1. Mal ihren Spi und stellten beeindruckt fest, wie toll das Zusatzsegel zieht. Wichtig war auch die richtige Sitzposition im Boot, denn nur dann ist das Boot schneller als die anderen, wie sich durch Versuche herausstellte.

Am 2. Tag wurde das Starten geübt. Ganz gespannt lauschten die Teilnehmer dann bei der Erklärung, welche Flaggen wann wehen müssen. Auf dem Wasser stellte sich schnell heraus, wie schwierig es ist, sich genau zum Startschuss abfahrbereit auf der Startlinie zu befinden. Zuerst sollte sich jeder alleine auf der Linie die beste Position suchen und danach gab es dann mehrere Kurzläufe mit Up-Und-Down-Kurs.

Zum Abschluss gab es noch Seglerhandball auf einem kleinen Feld, wo es um die Beachtung der Vorfahrtsregeln ging, denn es durfte zu keiner Bootsberührung kommen, um den Ball zu erreichen.

So waren die Kids gut vorbereitet für das kommende Wochenende – fast alle Teams nahmen an der Teenyregatta “Kleine Hexe“ teil.  Dem NSC vielen Dank für seine Gastfreundschaft und kulinarische Versorgung.

vor-Start-Phase

Schlei 2010

Schlei 2010 – eine Woche Segeln pur

Auch in diesen Sommerferien hat die Segler-Vereinigung Seeburger See wieder in Kooperation mit dem Regionalverband Südniedersachsen eine Segelwoche an der Schlei unter traumhaften Bedingungen veranstaltet. Bei dem vielseitigen Angebot, das vom lockeren Freizeitsegeln bis hin zum leistungsorientierten Training reichte, dürfte jeder auf seine Kosten gekommen sein.

Insgesamt 36 Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren aus sechs Vereinen waren gekommen, um mit ihren Jollen intensive Segelferien zu verbringen. Die Tage begannen um 7.00 Uhr mit einer Frühsport-Einheit, bei der neben Lauf- und Dehnübungen vor allem das Frühschwimmen besonders gut angekommen ist.  Nach dem Frühstück traf man sich um halb zehn bei den Booten, so dass Vormittags und – nach einer kurzen Mittagspause –  den ganzen Nachmittag über gesegelt werden konnte.

Auf dem Wasser waren die Kinder nach Bootsklassen in drei Trainingsgruppen aufgeteilt. Während in der gemischten Gruppe eher lange Kurse quer über die Schlei geübt wurden, haben die Teeny- und 420er-Mannschaften auch gezieltes Regattatraining absolviert, mit z.B. Startübungen, Spitz-auf-Spitz-Halse, weiteren Manövern und Geschwindigkeitsvergleichen. In Übungsregatten wurden die Segler gefordert, ihre erworbenen Fähigkeiten gleich anzuwenden.

Der Wind, der am ersten Tag bei hochsommerlichen 0,5 Windstärken noch einige Startschwierigkeiten hatte, nahm bald zu – im Laufe der Woche bis zu sechs Windstärken, die die Kinder souverän gemeistert haben. Insbesondere viele Teenysegler waren beeindruckt, dass sie ihr Boot bei so viel Wind noch beherrschen konnten.

Für den letzten Tag war die traditionelle Wanderfahrt angesagt. Der Wind blies heftig und in der Stexwiger Enge hatte sich zudem noch eine Düse entwickelt. Dort kam es auf dem Rückweg, als zwei Mannschaften mutig ihren Spi gesetzt hatten, zu zwei spektakulären Fahrrinnenkenterungen, die die ganze Geduld und Erfahrung der Betreuer in Anspruch genommen haben. Letztlich ist aber alles gut gegangen und die Mannschaften schafften noch die anschließende Kreuz, so dass alle erschöpft aber wohlbehalten im Hafen angekommen sind.

Fazit: Die Woche an der Schlei hat die Kinder seglerisch deutlich vorangebracht. Auch aufgrund der (bei so vielen Booten nicht ausbleibenden) Kenterungen und spektakulären Rettungseinsätzen war die Woche eine sehr erlebnisreiche und spannende Zeit. Jeder hat etwas dazugelernt und viele freuen sich schon auf die Neuauflage in 2011. 

Philipp Saring, Birgit Henke (beide SVSS)                                                                                          

Graf-Isang-Cup 2010

Graf-Isang-Cup ebnet den Weg zur Deutschen Meisterschaft

Sportliches Segelereignis am Wochenende bei der Segler-Vereinigung Seeburger See mit 10 Teeny und 13 420er-Teams.

Spannende Wettfahrten wurden am 19. und 20. Juni im südlichen Niedersachsen ausgetragen,  als sich die meist jugendlichen Segler in der Teeny- und 420er-Klasse auf dem Seeburger See eingefunden hatten. Es wurde um den Graf-Isang-Cup gekämpft, außerdem segelten die  420er auch um den Südniedersachsenmeister und den südniedersächsischen Jugendmeister.

Bei 3-5 Windstärken gab es am Samstag 3 volle Wettfahrten, bei denen die Segler auf taktisch anspruchsvollen Kreuz- und spitzen Spikursen jede Menge Erfahrungen sammeln konnten. Trotz einiger Kenterungen war die Stimmung gut und alle genossen das tolle Segelwetter. Am Sonntag konnte leider wegen unbeständigen Windes kein Lauf mehr stattfinden.

Bei den Teenys absolvierten mehrere Nachwuchsmannschaften ihre erste Regatta, aber auch die eingespielteren Mannschaften mussten ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Besonders als im 3. Lauf der Wind noch einmal zulegte, war perfekte Technik und Taktik gefordert. Es siegte die lokale Mannschaft vom SVSS mit Emmanuel v. Cramon / Jan Riedel  vor Jasmin Klenke aus dem Lübecker LSV mit ihrem Vorschoter Jan-Niklas aus Bad Lauterberg (SCBL) vor  Oda Beka Fahl mit Merle Risy vom BWV Hansa und Segelverein Stade.  Am Ende hatten sich 4 Teeny- Mannschaften noch für die Deutschen –Meisterschaft qualifiziert und so freuen sie sich auf ein Wiedersehen auf dem Kellersee in Malente.

Bei den 420ern hat sich – gegenüber den letzten Jahren – ein Zuwachs im Mittelfeld gezeigt in dem auch das Leistungsniveau deutlich angestiegen ist. Die Segler kamen aus verschiedenen Bereichen des gesamten norddeutschen Bundesgebietes, was nicht zuletzt für die Attraktivität unserer  Regatta auf dem Seeburger See spricht. Es siegten Steffen Mühlenkamp und Sebastian Hantke vom Segelverein Stade vor Johannes Kröger mit Jan Torge Fahl vor Marcel Rosin und Simon Spohr von der SVG vom Steinhuder Meer. Südniedersachsenmeister wurden am Ende Maike Hitzemann und Stephan v. Cramon von der SVSS.  Beste südniedersächsische Jugendmannschaft waren Paul und Daniel Wilhelm vom Salzgittersee.

Auch die Regattaleitung ist insgesamt sehr zufrieden: Zwar waren – wie etwa aufgrund eines Mastbruchs in der Tiefgarage – einige Boote kurzfristig ausgefallen. Jedoch konnten, auch dank der regionalen Unterstützung, die notwendigen Teilnehmerzahlen sichergestellt und Ranglistenpunkte für die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft vergeben werden. Auf dem Wasser ging es zudem ausgesprochen fair und sportlich zu, so dass man von einer gelungenen Veranstaltung sprechen kann.

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